Marisken – Ursachen, Symptome und Behandlung
Marisken sind kleine Hautläppchen am After, die für viele Betroffene unangenehm oder verunsichernd sein können. Obwohl sie medizinisch in den meisten Fällen harmlos sind, können sie Beschwerden wie Juckreiz, Schwellungen oder Probleme bei der Hygiene verursachen. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Marisken entstehen, wann eine Behandlung sinnvoll ist und welche Möglichkeiten es gibt – von konservativen Maßnahmen bis hin zur Entfernung.
Was sind Marisken?
Marisken sind weiche, hautfarbene Ausstülpungen bzw. Hautläppchen am äußeren Rand des Afters. Sie bestehen aus überschüssiger Haut und sind keine gefährliche Erkrankung. Häufig entstehen sie als Folge von gedehnter Haut, beispielsweise nach Entzündungen oder Analvenenthrombosen. Aber auch im Rahmen von fortgeschrittenen Hämorrhoiden können sie auftreten, nämlich wenn sich durch häufiges Pressen der Analkanal absenkt oder sogar teilweise nach außen tritt und dann zusammengeschobene Haut einen Hautüberschuss darstellen.
Ursachen von Marisken
Marisken entstehen meist durch wiederholte Belastung oder Reizung der Analregion. Typische Ursachen sind:
- Vergrößerte oder hervortretende Hämorrhoiden
- Starkes Pressen beim Toilettengang
- Schwangerschaft oder erhöhter Druck im Bauchraum
- Folge von Schwellungen wie bei Analvenenthrombosen oder nach analen Operationen
- Chronische Reizungen oder Entzündungen
Symptome und Beschwerden
Viele Marisken verursachen zunächst keine Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, sind es meist:
- Juckreiz
- Hautreizungen oder Brennen
- Nässe
- rezidivierende Schwellungszustände
- Schwierigkeiten bei der Reinigung
Behandlung von Marisken
KONSERVATIVE THERAPIE DER MARISKEN:
- Sorgfältige Analhygiene
- Vermeidung von starkem Pressen
- Ballaststoffreiche Ernährung
- Beruhigende Salben
OPERATIVE THERAPIE DER MARISKEN:
Eine operative Entfernung von Marisken kann bei Beschwerden wie Entzündungen, Hygieneproblemen oder auch subjektivem Leidensdruck sinnvoll sein. Letztlich kann nur jeder Mensch für sich entscheiden, ob die Marisken störend sind oder nicht, eine proktologische Untersuchung und Beratung kann aber eine Hilfe bei der Entscheidungsfindung und Abwägen der operativen Therapie sein. Bei der proktologischen Untersuchung werden andere Erkrankungen ausgeschlossen, aber es wird auch gezielt die Ursache analysiert, um die richtige Therapie einzuleiten. Bestehen zum Beispiel fortgeschrittene Hämorrhoiden, sollten diese operativ saniert werden. Handelt es sich tatsächlich nur um Marisken ohne weitere Erkrankungen, ist die Entfernung im Rahmen eines ambulanten Eingriffes in Lokalanästhesie möglich. Hierbei wird die überschüssige Haut mit einem Elektrokauter (Hochfrequenzchirurgie) abgetragen. Es verbleibt danach eine kleine Wunde, die sekundär innerhalb von Tagen bis Wochen kleiner wird und schlussendlich zuheilt.